Yaşam
Giriş Tarihi : 20-05-2021 13:51   Güncelleme : 20-05-2021 13:53

Al birini vur ötekine!

Geçtiğimiz günlerde Heilbronn Meclis üyelerin skandal kararına yenisi eklendi.. Gundelsheim Belediye Meclisinin oylamasında mevcut camiye kubbe ve minare yapımı başvurusuna red geldi.

Al birini vur ötekine!

Bu kararı yakından takip eden Köşe Yazarımız Yaşar Mert Belediye Meclisine açık mektup yazarak tepkisini ısrarla dile getirdi. Meclis oylamasının sonunda sandıktan yedi evet ve on beş hayır çıktı. Gundelsheim Ditib Selimiye Camisinin sanayi bölgesinde olduğunu kaydeden Mert, alınan kararın tamamen islamofobik olduğunu sert bir dille eleştirdi. Açık mektubunda Türk ve Müslüman toplumunun hala kabul görülmediği, anayasada bulunan inanç ve vicdan özgürlüğüne halel getirildiğini eleştiren Yaşar Mert hayal kırıklığınıda dile getirdi. Böylesi siyasi kararların toplumlar arası güveni zedelediğini belirten Mert, aynı zamanda Müslümanlara yapılan bir haksızlık olarak değerlendirdi. Bu verilen siyasi ve islamofobik kararın düzeltilmesini talep eden Yazar Yaşar Mert, Alman anayasında mevcut olan inanç ve vicdan özgürlüğüne davet etti. 

Yaşar Mert

 

Açık Mektubun orjinali:

Sehr geehrte Frau Schokatz, sehr geehrte Gemeinderäte und Gemeinderätinnen, ich schreibe Ihnen allen gemeinsam diese E-Mail bezüglich der in der Gemeinderatssitzung vom 19.05.2021 mehrheitlich getroffenen Entscheidung gegen den Bau eines Minaretts und einer Kuppel an unserem Vereinsheim in der Gottlieb-Daimler-Straße.  Diese Sätze schreibe ich Ihnen als ein Mitglied der Gemeinde und möchte Ihnen hiermit meine Ansichten zu Ihrer Entscheidung darstellen.   Das Wichtigste zu Beginn: mit dem Beschluss des Gemeinderates haben sie mich äußerst enttäuscht. Ich bin enttäuscht darüber, dass Sie unser Anliegen ungerecht, negativ und so oberflächlich behandelt haben. Ich bin genau wie jeder einzelne von Ihnen ein Bürger dieses Landes, der hier geboren, aufgewachsen und sozialisiert ist. Die Schule habe ich hier besucht, meine Freundschaften hier geschlossen; ich arbeite und zahle meine Steuern genauso wie sie. Und stets wurde mir gelehrt, dass in diesem Land alle Menschen dieselben Rechte und Pflichten haben. Genau aus diesem Grund fühle ich mich meiner Rechte und meinem Vertrauen in die Gerechtigkeit beraubt, denn wie kann man einem Bürger dieses Landes Religionsfreiheit predigen, aber im selben Atemzug versuchen dies aufgrund politischer Interessen zu rauben? Ich hoffe, dass Sie während dem „Applaus" nach der Verkündung der Entscheidung auch bemerkt haben, dass Sie damit die berechtigten Interessen einer Gemeinde mit über 300 Mitgliedern außer Acht gelassen und vor den Kopf gestoßen haben. Ist das Ihr Demokratieverständnis? Sie hätten ein Zeichen setzen können, aber leider hat der Gemeinderat dies verpasst. Gleichzeitig möchte ich mich aufrichtig bei den sieben Gemeinderatsmitgliedern bedanken, die sich für unser Anliegen eingesetzt und somit auch demokratische Standhaftigkeit bewiesen haben.   Obwohl diese Entscheidung sicherlich eine Art Stolperstein auf unserem Weg sein wird, können Sie sicher sein, dass ich mich als Einzelperon und die  Gemeinde als Gemeinschaft weiterhin  - wie in den letzten mehr als 20 Jahren - für ein weltoffenes, tolerantes und friedliches Zusammenleben in Gundelsheim einsetzen werden.  Abschließend ein Blick in die Zukunft, der trotz allem Hoffnung und Zuversicht macht, denn so könnte in vielleicht 20 Jahren der Titel des Gemeindeblatts lauten "Der Gemeinderat entschuldigt sich einstimmig bei der türkisch-islamischen Gemeinde für die Entscheidung vom 19.Mai 2021."  Freundliche Grüße, Yasar Mert